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Rückblick MoodleMaharaMoot 2015

12.03.2015 von Ingrid Dethloff (1,507 views)
Klaus Kirchner

Foto: Klaus Kirchner

Lübeck war Gastgeber der diesjährigen Moodle-Mahara-Moot. Traditionell treffen sich dort Moodle-Anwender aus dem Hochschul- und Schulbereich und diskutieren didaktische, technische und weitere Aspekte rund um den Einsatz von Moodle.

Dieses Jahr war Moodle-Entwickler Martin Dougiamas persönlich anwesend und hielt nicht nur eine Keynote (hier meine Fotos zur Moodle-Mission und zur Moodle-Roadmap),  sondern diskutierte am Vortag auch mit Entwicklern aus der deutschen Moodle-Community über deren konkrete Wünsche und Vorschläge - unterstützt durch ein umfangreiches Paper, das im Vorfeld vorbereitet wurde.

Auch Österreich setzt stark auf Moodle - 2014 haben sich 5 Universitäten aus strategischen Gründen in der Initiative “Academic Moodle Cooperation” (AMC) zusammengeschlossen und stellten auf der Moodle-Mahara-Moot eigens entwickelte Module wie Grouptool, Organizer, Studierendenordner vor.

Interessant war der Einblick in die umfangreichen E-Learning-Aktivitäten der Fachhochschule Lübeck mit ihrer Tochter oncampus GmbH: Das 70köpfige Team des „Instituts für Lerndienstleistungen“ ist sehr vielseitig aktiv. Haupt-Tagungsorganisator Andreas Wittke stellte in einem seiner Vorträge den Hanse-MOOC auf der Plattform „MOOIN“ vor. Diese vom eigenen Entwickler-Team geschaffene MOOC-Plattform basiert auf Moodle. Mit aufwändig hergestellten Videos und eingebauten Quizfragen wird hier der Lernprozess sehr ansprechend unterstützt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf “mobile first”.

Martin Ebner stellte in seiner Keynote eine Langzeitstudie über Gerätebesitz und Kommunikationsverhalten von Erstsemestern vor, um dann Notwendigkeiten aufzulisten für ein E-Learning im Jahre 2032. Auch in diesem Vortrag wurde auf MOOCs hingewiesen, in diesem Fall auf die österreichische Plattform „iMooX“ und den am 15.3. startenden MOOC von Martin Ebner mit dem Titel „Gesellschaftliche Aspekte der Informationstechnologie“.

Thomas Korner berichtete von den den ETH-Aktivitäten hinsichtlich E-Prüfungen per Moodle & Safe Exam Browser:  2014 wurden 10% der Prüfungen bereits derartig durchgeführt und für die Prüfungszeit wurden in einem Vorlesungssaal dann 180 Prüfungs-PCs speziell aufgebaut.

Sigi Jakob-Kühn und Ralf Hilgenstock gaben aus Schul-Sicht eine kleine Einführung in Mahara E-Portfolios, bei denen im Unterschied zu Moodle das Individuum im Vordergrund steht, d.h. nicht der Lehrer hat die Kontrolle, sondern der Lerner.

Sehr interessant fand ich auch den Bericht von Pierre Suter über den Stand der Einbindung von piwik in das Moodle der Fernfachhochschule Schweiz, um genauere Erkenntnisse zum Moodle-Nutzerverhalten zu erhalten.

Alles in allem eine gelungene Tagung mit interessanten Pausengesprächen - an dieser Stelle noch einmal vielen Dank an die Veranstalter!

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