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Bericht zur MoodleMoot Berlin

31.03.2010 von Barbara Braun (4,349 views)

Letzte Woche fand in Berlin-Adlershof die MoodleMoot statt – das Treffen der Moodle-Community.

An beiden Konferenztagen tummelten sich bei strahlendem Sonnenschein ca. 350 Moodle-Nutzende, -Entwickelnde und -Administrierende zu gemeinsamem Austausch und Weiterbildung.

Den Eröffnungsvortrag (Keynote) hielt Ralf Hilgenstock (eLeDia). Er berichtete vom Stand der Entwicklungen der heiß ersehnten Moodle-Version „2.0“. Zu den Neuerungen gehört u.a., dass die Verfügbarkeit von Moodle-Elementen (z.B. wann ein Forenbeitrag veröffentlicht wird) einzeln steuerbar werden soll, außerdem können Dateien in Moodle zukünftig zentral abgelegt werden, so dass in mehreren Kursen auf dieselbe Quelle zugegriffen werden kann (bisher musste eine Datei dafür in jedem Moodle-Kurs extra gespeichert werden).

Der zweite Konferenztag startete mit einer sehr unterhaltsamen Keynote von Gilly Salmon, Professorin für E-Learning und Learning Technologies an der Universität Leicester und Autorin zweier vielzitierter Publikationen („E-tivities“ und „E-Moderation“). Prof. Salmon erzählte auf eindrückliche Weise vom „Tree of Learning“, der deutlich machte, dass die didaktischen Wurzeln von E-Learning in bestimmten grundsätzlichen Lernprinzipien - wie dem Dialog– liegen, die bereits in historischen „Lehr- und Lernszenarien“ ihre Verwendung fanden. Einen interessanten Einblick in Prof. Salmons Ansatz zu E-Learning bietet das Projekt „Media Zoo“.

Auch in den einzelnen Vorträgen des Konferenzprogramms wurde auf Gilly Salmons Ideen Bezug genommen:
Anne C. Spindler von der Hochschule München berichtete zum Beispiel, wie Studierende mit Hilfe von Salmons 5-Stufen Modell für Online-Lernprozesse an das kooperative Lernen und Arbeiten in einem Moodle-Kurs herangeführt werden können.

Für Hochschuldozenten könnte interessant sein, was Michael Tesar von el3.at über „Rapid eLearning mit Moodle“ erzählte: Dass nämlich Contentproduktion ohne teure Software und aufwendige Einarbeitungszeit möglich ist. Beispielsweise durch Nutzung von OpenSource-Tools wie der Präsentationssoftware „Impress“  von OpenOffice die einen Export von Folien im Flash-Format erlaubt und so die Aufzeichnung und Vertonung von Folien extrem erleichtert.

Ein Wermutstropfen war die Gewissheit, nicht alle spannenden Vorträge und Workshops besucht und das ein oder andere Highlight angesichts von ca. 100 Veranstaltungen leider auch verpasst zu haben.

An dieser Stelle noch ein herzlicher Dank an alle Organisatoren und Organisatorinnen – insbesondere den Helferinnen und Helfern für Technik und Catering, die dieser MoodleMoot zu ihrem reibungslosen Ablauf verholfen haben!

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