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Multimediales Lernen an der Medizinischen Fakultät Mannheim - Die Bedarfsanalyse E-Learning

10.03.2011 von (2,791 views)

Im letzten Semester führten das eLearning Team und der E-Learning Arbeitskreis der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg eine Bedarfsanalyse zum Thema E-Learning durch.

Sie sollte aufzeigen, wie Studierende und Lehrende das vorhandene E-Learning Angebot der Fakultät nutzen und bewerten sowie was sie sich diesbezüglich wünschen. Ziel ist, die bedarfsorientierte, sinnvolle Integration und der Ausbau von E-Learning im Medizinstudium. Insgesamt nahmen 358 Personen - davon 90% Studierende - an der Online-Umfrage teil, die mit Hilfe der Evaluationssoftware Evasys realisiert wurde.

Was wollen die Studierenden?
Die Auswertung der Fragebogen lässt erkennen, dass Studierende in großer Zahl die Vorteile sehen, die ein sinnvoller Einsatz digitaler Technologien im Studium bietet. Sie schätzen den Einsatz der anatomischen Online-Bildmaterialien, die Vorlesungsaufzeichnungen in Physiologie, das eBook Angebot der Fakultätsbibliothek sowie die Distribution von Lehrmaterialien via Moodle (Skriptservice).
Gleichzeitig weisen sie aber auch auf schlechte didaktische Umsetzung und mangelnde Bekanntheit einiger Angebote hin.
Nach ihren Wünschen für E-Learning gefragt, nennen die Studierenden u.a. Selbsttests zur Lernstandsüberprüfung (44%), eine Verstetigung der Vorlesungsaufzeichnungen (36%) aber auch medizinische Fallsimulationen/virtuelle Patienten (33%).

Meinung der Lehrenden
Für Lehrende ist wichtig, ihre Lehrveranstaltungen mit Hilfe von E-Learning sinnvoll vor- und nachzubereiten (84%) oder komplexe Sachverhalte durch Bilder, Videos oder Audio-Dateien anreichern zu können (68%). Allerdings geben sie auch an, dass die Steigerung der ohnehin hohen Arbeitsbelastung und deren mangelnde Anerkennung sie davon abhält, E-Learning einzusetzen.

Bewertung Moodle
Die Frage nach ihrer Zufriedenheit mit der Handhabung und den verfügbaren Funktionalitäten der Lernplattform Moodle bringt eine Diskrepanz zwischen Lehrenden und Studierenden zu Tage: Die angehenden MedizinerInnen bemängeln zwar die unübersichtliche Struktur der Kurse, trotzdem sind 93% zufrieden mit Moodle. So positiv äußern sich aber nur knapp die Hälfte der 31 Lehrenden.

Wie geht’s weiter?
Da E-Learning immer Teamarbeit und zumeist nicht billig ist, wird das eLearning Team zusammen mit dem Arbeitskreis E-Learning und den betreffenden Ansprechpartnern nun beraten, welche Wünsche und Anregungen wie umgesetzt werden können. Bereits verwirklicht wurde ein “Moodle-Kummerkasten” für Studierende um auf fehlende oder verspätete Skripte hinzuweisen. Da Studierenden und Lehrenden den fehlende Überblick oder die mangelnde Bekanntheit der E-Learning Angebote thematisiert haben, wird momentan außerdem die Homepage des eLearning-Team überarbeitet. Fest steht jedenfalls, dass die Bedarfsanalyse nun jährlich und in Kooperation mit anderen Institutionen der Fakultät durchgeführt werden soll.

Hier finden sie die detailierte Darstellung der einzelnen Fragen und Antworten von Lehrenden und Studierenden.
Außerdem hier der Langtext zur Bedarfsanalyse E-Learning inklusive Freitextanalyse, Fazit und weiteren Planungen.

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